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Head Brand Management Product a.i.

Brice Zanetti

Name: Petra Hilber
Alter: 47
Abschluss: lic. oec. publ.
Beruf: Head Brand Management Product a.i.
Arbeitgeber: Rivella Group

Beschreibe deinen Job in einem Satz.

Ich verantworte die strategische und operative Markenentwicklung mit Fokus auf die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios – von der Optimierung bestehender Produkte bis zur Entwicklung neuer Produkte.

Welches sind die drei Hauptaufgaben in deinem Job?

1. Strategische Portfolio-Steuerung
Sicherstellen, dass unser Markenportfolio zukunftsfähig aufgestellt ist – mit den richtigen Produkten, für die richtigen Zielgruppen, im richtigen Marktumfeld.

2. Innovation und Produktentwicklung
Neue Produkte und Konzepte entwickeln, bestehende weiterentwickeln und strukturiert durch den Innovationsprozess führen – von der Bedürfnisanalyse über Konsumententests bis zur Markteinführung.

3. Markt- und Konsumentenorientierung
Markttrends, Wettbewerber und Konsumentenverhalten analysieren, Wachstumsfelder identifizieren und definieren, aus welcher Source of Business wir wachsen wollen.

Was ist aus deiner Sicht das Beste / Spannendste an diesem Beruf?

Man gestaltet aktiv die Zukunft einer Marke. Besonders spannend ist der Innovationsprozess: Konsumentenverhalten beobachten, neue Produktideen entwickeln, Konzepte testen, mit der Entwicklungsabteilung neue Rezepturen degustieren, Packaging gestalten – und am Ende zu sehen, wie das Produkt im Regal steht und von Konsumentinnen und Konsumenten gekauft wird.

Was ist die grösste Herausforderung in diesem Beruf?

Innovation unter wirtschaftlichem Druck. Man muss mutig genug sein, Neues zu wagen, gleichzeitig aber sicherstellen, dass die Produkte kommerziell funktionieren.

Was braucht es, um in diesen Beruf einzusteigen bzw. in diesem Beruf erfolgreich zu sein?

Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, braucht es ein starkes strategisches Markenverständnis und die Fähigkeit, strukturiert zu arbeiten. Man muss wissen, wie man bei Neuprodukten systematisch vorgeht: Welche Konsumentenbedürfnisse möchte ich adressieren? In welcher Phase befindet sich der Markt? Und aus welcher Source of Business soll das Wachstum kommen? Wichtig sind zudem analytische Fähigkeiten und Zahlenaffinität, da viele Entscheidungen auf Marktanalysen und Business Cases basieren. Ganz zentral sind ausserdem Neugier und ein feines Gespür für Konsumentenbedürfnisse. Man sollte verstehen wollen, was Menschen wirklich bewegt, wie sich der Markt entwickelt und welche Trends relevant werden. Ebenso entscheidend sind Teamfähigkeit und klare Kommunikation in der Zusammenarbeit mit sehr unterschiedlichen Bereichen.

Welche Aufstiegs-/Weiterentwicklungsmöglichkeiten gibt es?

In dieser Funktion besteht die Möglichkeit, sich in Richtung einer ganzheitlichen Gesamtverantwortung für eine oder mehrere Marken weiterzuentwickeln. Das bedeutet, neben Produktentwicklung und Portfoliosteuerung auch die kommunikative Führung, Trade Marketing sowie Live Marketing strategisch und operativ zu verantworten, z.B. in der Funktion eines CMOs.

Was hättest du bereits als Absolventin gerne über diesen Beruf gewusst?

Dass es nicht nur darum geht, Konsumentinnen und Konsumenten zu überzeugen. Mindestens genauso wichtig ist es, die Handelspartner zu überzeugen, denn ohne Regalplatz findet selbst das beste Produkt nicht statt. Markenführung bedeutet also immer auch, kommerziell zu denken und den Retail als zentralen Partner zu verstehen. Zum Glück kenne ich durch meine 15 Jahre bei der Migros die Denkweise des Handels sehr gut, das hilft mir heute sehr.

Welchen Tipp hast du an Studierende, die an diesem Job interessiert sind?

Sammelt früh Erfahrung in unterschiedlichen Unternehmen oder Branchen. Achtet darauf, nicht nur kreativ zu denken, sondern auch unternehmerisch. Und hinterfragt im Alltag bewusst Produkte, Marken und Kaufentscheidungen, das schärft euer Markenverständnis enorm.

In Bezug auf deinen Werdegang: Gibt es etwas, das du rückblickend anders machen würdest? Warum?

Ich würde öfters den Job wechseln, um noch mehr Unternehmen, Geschäftsmodelle, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Zudem wäre möglichst frühe Erfahrung in einem internationalen Umfeld spannend gewesen, um Märkte noch breiter zu verstehen. Unterschiedliche Perspektiven beschleunigen die eigene Entwicklung.

Gibt es noch etwas, was du aktuellen Studierenden mit auf den Weg geben möchtest?

Ich habe nie ein Zwischenjahr gemacht, das würde ich heute anders machen. Ein Jahr, in dem man bewusst Erfahrungen sammelt, reist oder verschiedene Jobs ausprobiert, kann enorm wertvoll sein. Ich hatte jedoch die Möglichkeit ein Semester an einer amerikanischen Universität zu verbringen. Diese internationale Erfahrung war extrem wertvoll für mich, fachlich wie persönlich. Solche Chancen sollte man unbedingt nutzen.

Stand: März 2026