Summer Schools erstmalig online

Zurzeit finden zum dritten Mal die UZH International Summer Schools für Studierende aus aller Welt statt. Dieses Jahr erstmalig online. An den beiden Summer Schools der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät nehmen total 118 Studierende aus über 17 Ländern teil. 

Die UZH International Summer Schools finden in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie erstmalig online statt. Ein Hindernis war dies aber weder für die Organisatoren, noch für die Studierenden: Im Vergleich zu letztem Jahr nehmen mehr als doppelt so viele Studierende an den UZH International Summer Schools teil. 

Alle Kurse konnten – insbesondere dank des grossen Engagements der verantwortlichen Dozierenden – reibungslos in den virtuellen Raum verlegt werden. «Obwohl die Teilnehmenden in diesem Jahr nicht vor Ort sein können, ist das Summer School-Angebot äusserst attraktiv und stiess bei Studierenden aus aller Welt auf Interesse», sagt Carmen Richard von der Abteilung Internationale Beziehungen der UZH, die die International Summer Schools mit den verantwortlichen Course Directors organisiert. Das Interesse ist einerseits dem Online-Zugang zuzuschreiben. Andererseits ist auch der Fokus der angebotenen Kurse ausschlaggebend für die grosse Nachfrage. 

Beliebte Kurse
Die unterschiedlichen Programme der UZH International Summer Schools bieten der diversen und internationalen Zielgruppe von Bachelor- und Masterstudierenden einen zwar kurzen, aber intensiven Einblick in die Forschung und Lehre der UZH. Mit Blockchain und Sustainable Finance stehen dabei auch zwei Themen aus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im Fokus.

Der Kurs «Finance for the Future: Sustainable Finance and FinTech», der zum zweiten Mal stattfindet, behandelt die Zukunft des Finanz- und Bankenwesens im Zeichen digitaler Transformation und Nachhaltigkeit. Der Kurs zum Thema «Deep Dive into Blockchain – Linking Economics, Technology and Law» findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt: Aus einer multidisziplinären Perspektive werden weltweit führende Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet den Studierenden blockchainbasierte Systeme – mit Kryptowährungen als prominentestem Beispiel – näher bringen.

Summer Schools


Interkulturelle Erfahrung trotz Virtual Classroom
Neben dem akademischen Inhalt haben Studierende und Dozierende die Möglichkeit, trotz physischer Distanz miteinander zu interagieren. Im so genannten Social Program werden verschiedene Online-Events angeboten, in denen zum Beispiel die Auswirkungen der aktuellen Krise thematisiert werden. In Form von Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten der UZH werden die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie erörtert, oder die ethischen Aspekte der Medizin diskutiert. 

Ein weiteres Event des Social Programs stellt der dreiteilige Workshop zum Thema «Effective Communication & Collaboration» dar. Dieser wird von Expertinnen und Experten des «Robertson Center for Intercultural Leadership» der UC Berkeley angeboten.

«Abgesehen von diesen Events haben wir uns Challenges überlegt, welche die Studierenden entweder alleine oder in Gruppen absolvieren können», sagt Carmen Richard. Das Ziel dabei ist, dass sich die Teilnehmenden untereinander ausserhalb des virtuellen Klassenzimmers aktiv miteinander auseinandersetzen und dabei Gemeinsamkeiten oder auch Unterschiede entdecken. «Ein solches Programm bietet die Möglichkeit, sein Netzwerk auszubauen, Freundschaften zu schliessen und bewusst Erfahrungen im internationalen Austausch zu sammeln – das möchten wir auch digital anbieten können», so Richard. Summer Schools böten den Studierenden und jungen Forschenden eine Möglichkeit, erste internationale Erfahrungen zu sammeln. «Diese Lernprozesse wollten wir unbedingt auch im Online-Format bewusst fördern.»

Weitere Informationen:

Finance for the Future: Investments, Sustainable Finance and FinTech

Kursleitung: Dr. Benjamin Wilding, Anja Zgraggen

Deep Dive into Blockchain - Linking Economics, Technology and Law

Kursleitung: Prof. Claudio J. Tessone

Die vollständige Version des Artikels wurde ursprünglich auf uzh.ch publiziert und ist auch in englisch verfügbar. Zum vollständigen Artikel