Gratulation zum Semesterpreis FS18

Für das Frühjahrsemester 2018 wurden vier Arbeiten von Studierenden der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit dem Semesterpreis ausgezeichnet:

Pauli Philipp, für seine Arbeit «Till Schedules Do Us Part. An Empirical Analysis of Flexible Work Arrangements and Teamwork», Antrag Prof. Dr. Agnes Bäker

Yusof Jeffrey, für seine Arbeit «Perception of Inequality and Populist Attitudes», Antrag Prof. Dr. Michel Maréchal

Zuberi Ajshe, für ihre Arbeit «Teilzeitarbeit als Work-Family Balance Massnahme in der Unternehmensberatung: eine qualitative Untersuchung zur praktischen Umsetzung», Antrag Prof. Dr. David Seidl

Zwyssig Laura, für ihre Arbeit «The Role of Genetics in Effective Health Care», Antrag Prof. Dr. Pietro Biroli

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich!

Jeffrey , einer der Preisträger, erzählt im Kurzinterview worum es in seiner Masterarbeit geht:

Worum geht es in Ihrer Arbeit?

In meiner Arbeit untersuche ich, ob Leute, die eine stärkere Wahrnehmung der Einkommensungleichheit haben, dazu tendieren, populistische Einstellungen anzunehmen. Um einen kausalen Zusammenhang festzustellen, habe ich in einem Onlineexperiment die subjektive Wahrnehmung der Ungleichheit versucht zu manipulieren. Der einen Hälfte der Teilnehmer (Treatmentgruppe) habe ich Informationen zur Einkommensungleichheit gegeben, während die andere Hälfte der Teilnehmer (Kontrollgruppe) keine Informationen erhielten. Diese Manipulation bewirkte eine signifikante Änderung in der Wahrnehmung von Einkommensungleichheit. Im Vergleich zur Kontrollgruppe empfanden Teilnehmer der Treatmentgruppe Einkommensungleichheit als ernsteres Problem und schätzten sich relativ ärmer ein. Zudem verschlechterte sich auch ihr emotionaler Zustand. Jedoch scheinen diese Teilnehmer keine stärkeren populistischen Einstellungen zu zeigen. In anderen Worten führte meine Manipulation weder zu weniger Vertrauen in die Regierung, die Elite oder die Wissenschaft noch zu mehr Fremdenfeindlichkeit gegenüber Immigranten. Ich interpretiere die Resultate so, dass die Teilnehmer weniger die Elite oder Immigranten sondern eher sich selber für ihre wirtschaftliche Situation verantwortlich machen.

Was hat sie zu dem Thema motiviert?

In meiner Arbeit versuchte ich zwei Themen zu verbinden, die mich beide zurzeit beschäftigen: Einerseits die zunehmende Einkommensungleichheit und andererseits der wachsende Zuspruch für populistische Parteien in vielen Teilen der Welt. Ich war neugierig, ob zwischen den beiden Phänomenen womöglich ein kausaler Zusammenhang bestehen könnte.

Was haben Sie mit den 600 Franken vor?

Ich werde mir auf jeden Fall ein gutes Nachtessen gönnen. Den Rest werde ich wahrscheinlich für Ferien ausgeben.