Erste Online-Prüfungswoche mit 5’539 Prüfungen erfolgreich durchgeführt

Im Coronavirus-bedingten Umstieg auf digitalen Lehre war es das höchste Ziel der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, den Studierenden einen termingerechten Abschluss des Semesters zu ermöglichen und dafür alle Prüfungstermine zum regulären Termin online abzuhalten. Mit der ersten, erfolgreich durchgeführten Online-Prüfungswoche und bislang 5539 absolvierten Prüfungen ist hierfür der grösste Meilenstein geschafft – dank akribischer Vorbereitung von allen Beteiligten.

Die Durchführung der Assessment-Prüfungswoche mit teilweise über 800 Studierenden pro Prüfung ist jedes Jahr ein organisatorischer Hochseilakt, der bislang stets in der Messe Halle Oerlikon abgewickelt wurde. In diesem Jahr sah das Bild komplett anders aus: Zum ersten Mal in der Geschichte der UZH und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (WWF) wurden alle Prüfungen zuhause in den eigenen vier Wänden geschrieben. Ein Novum und eine technische Herausforderung – sowohl für die Studierenden als auch für die Fakultät.

Siebenwöchige Vorbereitung durch Task Force
In zehn verschiedenen Modulen wurden diese Woche 5539 Assessment- und Bachelor-Pflichtprüfungen an der WWF absolviert – online und vom eigenen Zuhause aus. Bei der grössten Prüfung haben 830 Studierende gleichzeitig auf das UZH Prüfungssystem zugegriffen, ohne dass es zu technischen Problemen oder Überlastungen kam. Die weiteren Prüfungen umfassten zwischen 280 und 750 Studierende. Diese Zahlen erforderten eine akribische organisatorische und technische Vorbereitung, die von einem rund 20-köpfigen interdisziplinären Team während einer siebenwöchigen Vorbereitungsphase gestemmt wurde. «Wir können stolz darauf sein, dass dank dem gemeinsamen Einsatz der Fakultät, der Universität und insbesondere auch mit der grossen Unterstützung des Multimedia- und E-Learning-Teams der UZH diese erste und mit den Assessmentprüfungen besonders anspruchsvolle Online-Prüfungswoche so erfolgreich stattgefunden hat», zieht Dekan Harald C. Gall eine erste Bilanz.

«Crowd Intelligence» innerhalb der Fakultät genutzt
Als erste der sieben Fakultäten hatte die WWF anfangs April in Absprache mit der Universitätsleitung entschieden, dass alle Prüfungen im Mai und Juni digital und online stattfinden werden, um den Studierenden einen planbaren Abschluss ihres Semesters zu ermöglichen. Knapp zwei Monate später kann auf eine erfolgreiche erste Prüfungswoche zurückgeschaut werden. Dies war nur dank einem konzertierten Vorgehen der Fakultät, deren Dozierenden und den weiteren unterstützenden Personen möglich. Insbesondere das ad-hoc aufgebaute fakultäre Supportteam, das alle Dozierenden bei der technischen und logistischen Implementation der Online-Prüfungen unterstützt, erwies sich dabei als matchentscheidend. Prof. Backes-Gellner, die an der Fakultät die Task Force zur Umsetzung der Online-Prüfungen leitet, meint dazu: «Wir haben vor allem die an unserer Fakultät vorhandene Crowd Intelligence genutzt und darauf gebaut, dass wir alle schnell voneinander lernen (müssen). Durch das schnell installierte fakultäre Supportteam haben wir sichergestellt, dass alle relevanten Informationen auf schnellstem Wege an alle Dozierenden aber auch an die Studierenden geflossen sind. Diese beiden Elemente waren aus unserer Sicht bei einer dermassen kurzfristigen Umsetzung eines solchen Grossprojekts essentiell». Sie ergänzt weiter: «Die Dozierenden haben eine ausserordentliche Leistung erbracht, innerhalb weniger Wochen sowohl die Lehre als auch die Prüfungen auf online umzustellen. Ihnen gilt deshalb unser grosser Dank in diesen herausfordernden Zeiten».

Studierende in Vorbereitungsprozess einbezogen
Nicht vergessen werden darf, dass auch die Studierenden einen massgeblichen Beitrag zum Gelingen geleistet haben. In regelmässigen Gesprächen haben die Studierendenvertreter die Sorgen und Anliegen der Studierenden in die Projektplanung eingebracht und so ebenfalls massgeblich zur Qualität der Prozesse und Lösungen beigetragen. Darüber hinaus haben jede einzelne Studentin und jeder einzelne Student durch ihre hohe Eigenverantwortung und ihr faires Verhalten zu diesem Erfolg beigetragen; sie haben damit einen massgeblichen Beitrag zur erfolgreichen Durchführung der Prüfungen geleistet.

Schlussspurt in Sicht
Doch noch ist dieses besondere Semester nicht vorbei: Bis Ende Juni werden weitere Online-Prüfungen stattfinden, sodass bis zum Schluss über 100 Prüfungen online und remote abgehalten sein werden. Die Fakultät ist zuversichtlich, dass nach diesem erfolgreichen Start mit den sehr grossen Prüfungen auch die restlichen Durchführungen gelingen werden. Bis zum Abschluss dieser Prüfungssession ist aber von allen Beteiligten – der Fakultät, des Supportteams, der Dozierenden und der Studierenden – noch einmal höchste Konzentration für das Gelingen gefragt, sodass die Studierenden danach ihre wohlverdiente vorlesungsfreie Zeit beginnen können, um geplante Ferien, Praktika oder Sommerjobs in Angriff zu nehmen.