3 Fragen an Stefan Zeisberger

Stefan Zeisberger ist seit September 2017 Professor für Fintech – Experimental Finance am Institut für Banking und Finance (20%-Pensum). Was möchte er in Forschung und Lehre erreichen? Ein Kurzinterview.

Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte?

In meiner Forschung geht es vor allem um die psychologischen Aspekte bei der Geldanlage im digitalen Zeitalter. Diese spielen bei der Geldanlage eine wichtige Rolle. Je mehr menschliche Anlageberater durch Software ersetzt werden, desto wichtiger ist es, sich hiermit zu beschäftigen.

Relevante Fragen sind zum Beispiel wie Anleger in Krisenzeiten auf fallende Kurse reagieren wenn sie keinen direkten menschlichen Ansprechpartner mehr haben oder welche Methoden und Kommunikationsstrategien sich am besten eignen, um komplexe Anlageentscheidungen möglichst verständlich darzustellen.

Das sind spannende und wichtige Fragen, die dabei einen starken Bezug zur Praxis haben und von sozialer Relevanz sind.

Was möchten Sie den Studierenden vermitteln?

Mir ist vor allem wichtig, dass unsere Studierenden ein gesundes und kritisches Beurteilungsvermögen entwickeln. Das ist einfacher wenn man sich für den Lehrstoff begeistern kann anstatt nur „zu konsumieren“.

Da so gut wie kein Studierender mit definierten Interessen zur Universität kommt, versuche ich die Studierenden in meinen Veranstaltungen für meine Forschungsinteressen zu begeistern. Ich verlange dabei etwas mehr von ihnen, bin aber gleichzeitig bereit, sie mehr als üblich zu unterstützen. Das Resultat sollte für beide Seiten positiv sein.

Was waren die entscheidenden Faktoren dafür, dass Sie die UZH gewählt haben?

Ich kannte die UZH aufgrund meiner Vergangenheit am Institut für Banking und Finance noch gut. Die hervorragenden Forschungsbedingungen und das Netzwerk sind beste Gründe, an der UZH täig zu sein.

Ich freue mich auf einen spannenden und fruchtbaren Austausch mit alten und neuen Kollegen in denen wir versuchen, der Wahrheit ein Stück näher zu kommen und die Welt ein Stück besser zu machen, zumindest in dem Rahmen, den wir mit unserer Tätigkeit beeinflussen können.