3 Fragen an Prof. Andrea Giuffredi-Kähr

Seit dem 1. November 2019 ist Dr. Andrea Giuffredi-Kähr Assistenzprofessorin für Marketing in the Digital Economy am Institut für Betriebswirtschaftslehre. In einem Kurzinterview beantwortet sie, was sie in Forschung und Lehre erreichen möchte.

Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte?

Meine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen des Markenmanagements und der Konsumenten-Markenbeziehungen und wie die Digitalisierung diese Bereiche verändert. Die Digitalisierung hat beispielsweise dazu geführt, dass Märkte transparenter geworden sind und Konsumenten mehr Möglichkeiten zur Kollaboration und Kommunikation untereinander sowie mit der Marke erhalten haben. Es gibt Konsumenten, welche diese Möglichkeiten nutzen und sich auf diese Weise für Marken einsetzen (z. B. für gemeinsame Produktentwicklungen oder Unterstützung im Krisenfall). Gleichzeitig gibt es aber auch Konsumenten, welche von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen, um einer Marke bewusst Schaden zuzufügen wie im Fall der Markensabotage. In meiner bisherigen Forschung habe ich daher beispielsweise untersucht, weshalb Konsumenten bewusst eine Marke angreifen, welchen Schaden dies für eine Marke haben kann und wie Unternehmen damit umgehen können.

Was möchten Sie den Studierenden vermitteln?

In meinem Unterricht möchte ich den Studierenden relevante, wissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln und natürlich hoffe ich auch, sie mit meiner Begeisterung für das Fachgebiet anstecken zu können. Um die Studierenden auf die stets komplexere und dynamischere Berufswelt optimal vorzubereiten, ist es mir besonders wichtig nebst fachlichen Kompetenzen auch ihr kritisches und analytisches Denken sowie ihre Offenheit und Kreativität zu fördern. Dies möchte ich erreichen, indem ich aktuelle Probleme und Beispiele aus der Marketingpraxis aufgreife und sie aktiv am Unterricht beteilige. Schliesslich möchte ich mit meinen Lehraktivitäten ebenfalls die Zusammenarbeit unter den Studierenden fördern.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Die Universität Zürich bietet durch exzellente Forschungsteams und der Digital Society Initiative sowie vielen innovativen Unternehmen am Standort Zürich eine hervorragende Forschungsumgebung, um die Veränderungen in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und der Gesellschaft durch die Digitalisierung zu untersuchen. Ich freue mich daher sehr auf die Forschungszusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen an der Universität Zürich, auf spannende Interaktionen mit den Studierenden im Rahmen meiner Lehrtätigkeit sowie Projekte zusammen mit Partnern aus der Praxis durchzuführen.