Prof. Dr. Helga Fehr-Duda

Helga Fehr-Duda ist Professorin ad personam für Entscheidungstheorie und experimentelle Entscheidungsforschung am Institut für Banking und Finance an. Sie studierte an der Technischen Universität in Wien und erlangte dort den PhD. Helga Fehr-Duda war als Research Assistent an der Technischen Universität in Wien tätig und arbeitete später in verschiedenen Positionen in der Privatwirtschaft in Wien. Sie übernahm für längere Zeit als Dozentin die Veranstaltung Financial Economics an der Universität Zürich. Seit 2003 war sie als Senior Researcher für Economics am Institut für Environmental Decisions beim Lehrstuhl für Economics an der ETH Zürich angestellt.

Kurzinterview mit Prof. Dr. Helga Fehr-Duda

Was war ausschlaggebend für Ihre Laufbahnentscheidungen?

Ich habe eine recht ungewöhnliche Berufslaufbahn hinter mir, die durch zwei entscheidende Weichenstellungen geprägt ist:

  1. Nach meiner Promotion habe ich die akademische Welt verlassen und meine Karriere in der Privatwirtschaft fortgesetzt. Junge Wissenschaftler bekamen damals kaum Unterstützung und Anerkennung. Eine akademische Laufbahn erschien mir daher als grosse Investition mit sehr unsicherem Ausgang.
  2. 17 Jahre später bin ich wieder in die akademische Forschung zurückgekehrt. Ich hatte nie meine Affinität zur wissenschaftlichen Forschung verloren. Als ich durch einen glückliche Zufall eine Anbot der ETH bekam, als Senior Researcher in der Entscheidungsforschung zu arbeiten, habe ich zugegriffen. Neben meiner Leidenschaft, Neues zu lernen und den Dingen auf den Grund zu gehen, war auch meine familiäre Situation wichtig. Mit zwei kleinen Kindern sind flexible Arbeitszeiten und eine verständnisvolle Vorgesetzte unbezahlbar.

Auf welche Leistung in Ihrem Leben sind Sie besonders stolz?

Dass ich es ohne Hilfe geschafft habe, ein eigenständiges Forschungsprogramm auf die Beine zu stellen und in den besten Fachzeitschriften zu publizieren

Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Tätigkeiten?

Den Austausch mit jungen Wissenschaflerinnen und Wissenschaftlern empfinde ich als besonders inspirierend. Mit Musse und ohne Zeitdruck neue Forschungsergebnisse studieren zu können ist mir äusserst wichtig. Schliesslich spornen mich Diskussionen mit meinem Mann an, meinen Weg weiterzugehen.

Was denken Sie, wodurch wird sich unsere Fakultät in fünf Jahren auszeichnen?

Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, zu den besten europäischen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten zu zählen.

Was würden Sie einer heutigen Maturandin oder Studentin generell mit auf den Weg geben?

Vieles im Leben ist nicht planbar. Ich möchte daher den jungen Frauen einen ganz altmodischen Ratschlag mitgeben: Bleibt finanziell unabhängig und verfolgt hartnäckig eure Ziele!