Prof. Dr. Dina Pomeranz

Dina Pomeranz ist Assistenzprofessorin in Mikroökonomie am Institut für Volkswirtschaftslehre. Sie studierte International Relations und International Economics am Graduate Institute of International and Developmental Studies in Genf. Nach Abschluss des Studiums 2004 arbeitete sie zunächst als Forschungsassistentin am Lehrstuhl für theoretische und praktische Sozialökonomie an der UZH und wechselte danach an die Harvard University, Cambridge, USA, wo sie während zwei Jahren als Forschungsassistentin am Department of Economics tätig war. 2010 wurde sie an der Harvard University mit der Arbeit «Essays on Tax Evasion and Savings: Evidence from Three Randomized Experiments in Chile» promoviert. Anschliessend weilte sie als «Postdoctoral Fellow» am Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab am Department of Economics des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, und wurde 2011 zur Assistenzprofessorin an der Harvard Business School (HBS) ernannt. 2016 verbrachte Prof. Dr. Pomeranz ein Jahr als Gastdozentin am Institut für Volkswirtschaftslehre an unserer Fakultät und wurde per 1. Juli 2017 zur Assistenzprofessorin in Mikroökonomie ernannt.

Kurzinterview mit Prof. Dr. Dina Pomeranz

Was war ausschlaggebend für Ihre Laufbahnentscheidungen?

Ich stellte mir oft folgende Fragen: Wo kann ich etwas bewirken? Wo kann ich etwas lernen? Wo fühle ich mich gut unterstützt? Diese Fragen helfen mir bei wichtigen Entscheidungen, die richtigen Weichen zu stellen. Zudem frage ich in solchen Momenten immer mehrere Mentoren und Mentorinnen um Rat und Perspektive.

Auf welche Leistung in Ihrem Leben sind Sie besonders stolz?

Ehemalige Studierende, die mir im Nachhinein erzählen, wie sie durch den Unterricht oder Mentoring von mir Inspiration fanden, Ihren Traum zu verwirklichen oder Wege einzuschlagen. Regierungsreformen, die auf meinen Forschungsresultaten oder unserer Zusammenarbeit beruhen. 

Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Tätigkeiten?

Aus der Zusammenarbeit mit meinen Partnerinstitutionen in den Entwicklungsländern, in den Aha-Erlebnissen der Studierenden, bei der gegenseitigen Unterstützung im Forschungsteam, und – vielleicht erstaunlicherweise – im Austausch auf Twitter. Auch versuche ich regelmässig, mir in Erinnerung zu rufen, was mich grundsätzlich an meiner Arbeit motiviert.

Was denken Sie, wodurch wird sich unsere Fakultät in fünf Jahren auszeichnen?

Weiterhin so gute Stimmung, interessante Forschung, und angeregten Austausch wie jetzt!

Was würden Sie einer heutigen Maturandin oder Studentin generell mit auf den Weg geben?

Volkswirtschaft ist eine super spannende Studienrichtung, die ich allen empfehlen kann, welche sich für soziale und gesellschaftliche Fragen interessieren. Viele Leute wissen gar nicht, wie breit Volkswirtschaft ist. Wir untersuchen Fragen in allen gesellschaftlichen Bereichen von Gesundheit über Bildung, Migration und Diskriminierung bis zu Handel, Arbeitsversorgung oder Steuergerechtigkeit. Wir freuen uns, viele von Euch bei uns als Studierende willkommen zu heissen!